Mit einer Kandidatin auf Augenhöhe

Kreisverband

SPD im Neckar-Odenwald und Main-Tauber starten in den Bundestagswahlkampf

Volles Haus hatten die Sozialdemokraten bei ihrem Bundestagswahlkampfauftakt im Ravensteiner Schloss.

Trotz Ferienzeit und heißem Sommerwetter ließen es sich die Sozialdemokraten an Main, Tauber, Neckar und Odenwald nicht nehmen, um gemeinsam in den Wahlkampf zu starten. Bei der gemeinsamen Kreisdelegiertenkonferenz der SPD-Kreisverbände Main-Tauber und Neckar-Odenwald schwor SPD-Bundestagskandidatin Gabriele Teichmann ihre Unterstützer auf den Wahlkampf ein. Zuvor begrüßten der SPD-Kreisvorsitzende aus dem Neckar-Odenwald Jürgen Graner und sein Amtskollege aus dem Main-Tauber-Kreis Joachim Thees die Delegierten. „Wir haben bei der Kommunalwahl in fast allen Gemeinden und vor allem im Kreistag zugelegt. Diesen kommunalen Rückenwind gilt es nun zu nutzen, um für Gabriele Teichmann als neue Bundestagsabgeordnete und für Frank Walter Steinmeier als Bundeskanzler zu werben“, so Jürgen Graner. MdL Georg Nelius forderte die Genossen auf engagiert zu kämpfen. Es könne nicht sein, dass die ideologischen Verursacher der größten Wirtschaftskrise in der Nachkriegszeit die politischen Profiteure werden. Nur die SPD sei Garant für eine solidarische Gesellschaft.
Auf viele Maßnahmen in der aktuellen Krise habe die SPD die Urheberrechte, so Gaby Teichmann zu Beginn ihrer motivierenden Rede, die mehrfach mit viel Beifall begleitet wurde. Die Verlängerung des Kurzarbeitergeldes (Olaf Scholz), die Abwrackprämie (Frank-Walter Steinmeier) und das Konjunkturprogramm (Peer Steinbrück) stammen aus der Feder von SPD-geführten Ministerien. In ihrem Programm setzt die SPD auf einen handlungsfähigen Staat, der zuerst in die Familien und in die Bildung investiert. Vom Kindergarten bis zum Studium müsse Bildung beitragsfrei sein.
Teichmann unterstützt den Deutschland-Plan von Frank Walter Steinmeier
Das Ziel, in zehn Jahren vier Millionen Arbeitsplätze zu schaffen, was 400 000 im Jahr bedeute, ist ein realistisches Ziel. Alleine im Bereich der Erneuerbaren Energien sind durch eine moderne Anreizpolitik von SPD-Regierungen der vergangenen elf Jahre mehrer Hunderttausend Jobs entstanden.
Wenn andere meinen, dies sei unredlich, sollten sie erst einmal sagen, wann und wie sie ihre Steuersenkungen durchsetzen und finanzieren wollen. Die Konsequenz sei klar. Es soll bei den Sozialleistungen für Arbeitslose, Facharbeiter und Krankenschwestern gestrichen werden. „Dieses Tarnkappenprogramm der anderen werden wir offen attackieren“, so Teichmann. Weniger Einnahmen des Staates heiße übersetzt: Weniger Geld für Schulen, Kindergärten, Krankenhäusern und für die öffentliche Infrastruktur: “Ich bin gespannt, wie das manche Gemeinden und Bürger sehen, die seit Jahren auf ihre Umgehungsstraße und eine bessere Ausstattung für ihre Schule warten.“
Steinmeier habe die richtigen Themen für den ländlichen Raum angesprochen. Fortsetzung der Politik für Erneuerbare Energien statt Renaissance der Atomenergie, Förderung von DSL, Stärkung der Gesundheitswirtschaft. Hier liegen auch enorme Potenziale für den Wahlkreis Odenwald-Tauber, so die Gesundheitsexpertin Gabriele Teichmann.
Dass die Partei geschlossen, kämpferisch und motiviert für die Auseinandersetzung ist, zeigte sich auch in der Aussprache. Der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen Hartmut Laser (Ravenstein) lobte Teichmann als engagierte Arbeitnehmervertreterin. Juso-Vertreter Benni Köpfle aus Osterburken lobte Teichmanns Unterstützung: „Sie ist immer da, wenn wir sie brauchen.“ Wilfried Nies verwies auf eine Diskussion des Seniorenrates, in der Gabriele Teichmann ihre Kompetenz deutlich hervorgehoben habe.
„Die Bürgerinnen und Bürger von Odenwald-Tauber haben es verdient wieder eine vernehmbare Stimme in Berlin zu haben“, betonte AWO-Kreisgeschäftsführer Peter Maurus. Und Siegfried Neumann, Fraktionschef der Sozialdemokraten im Main-Tauber-Kreis, würdigte Teichmann, die seit ihrer Nominierung permanent präsent sei und dass sie den Bürgern auf gleicher Augenhöhe begegne. Ex-MdL Gerd Teßmer meinte unter Beifall der Delegierten, dass nur wer mit den Menschen auf gleicher Augenhöhe rede, die richtigen politischen Entscheidungen treffen könne. Teßmer weiter: „Wer sich allerdings jetzt schon als Bundestagsabgeordneter vorstellen lässt, hat Demokratie nicht verstanden. In der Vergangenheit haben wir gespürt, was dies bedeutet, nach der Wahl war niemand mehr zu sehen. In Berlin kennt kaum einer den Wahlkreis Odenwald-Tauber. Gabriele Teichmann wird dies ändern und an die gute Arbeit von Brigitte Adler anknüpfen“, ist sich Joachim Thees sicher.
Bei der anschließenden Wahl für den Landesparteitag im November in Karlsruhe wurden für den Neckar-Odenwald folgende Delegierte gewählt: Gabriele Teichmann, Georg Nelius, Jürgen Graner, Peter Maurus, Julian Stipp, Dr. Dorothee Schlegel, Gerd Teßmer, Naile Sulemanj. Ersatz: Karlheinz Graner, Filip Haias, Hartmut Laser, Jens Stempniewicz
Für Main-Tauber: Joachim Thees, Renate Gaul, Thomas Kraft und Patrick Schönig. Ersatz: Edgar Ernst und Steffen Hertwig.

 
 

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